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04.09.2021 08:00
Folgende Geschichte passt gut, um deutlich zu machen, was die Stärke der Begleitung von Kindern im reformpädagogischen Kontext ist. Sie verdeutlicht als Metapher, die Rolle der Eltern und die Rolle der Lernbegleiter:innen und regt zum Nachdenken an. Auch weckt sie Emotionen und man erinnert sich dadurch lange an sie. Man kann sie an zum Beispiel an Elternabenden, zur Einschulung oder sogar bei einer Mitgliederversammlung habe ich sie schon einmal vorgelesen. Auch Kinder mögen sie. Für Kinder würde ich sie frei erzählen. Ich habe die Sätze kursiv gedruckt, die ich nur für eine Erzählung für Kinder reinnehmen würde. Was einen Schmetterling stark macht Es war einmal eine Frau, die liebte die Natur. Immer wenn sie etwas Zeit hatte, ging sie nach draußen und machte einen Spaziergang in ihrem Lieblingswald. Eines Tages blieb sie stehen, um sich einen besonderen Baum anzusehen. Er hatte eine unebene dicke Rinde, das fand die interessant. Da sah sie einen Kokon. Ihr wisst bestimmt was ein Kokon ist. In einen Kokon verpuppt sich eine Raupe, um sich in einen Schmetterling zu verwandeln. Und gerade als die Frau den Kokon entdeckte, bewegte sich der Kokon und er bekam einen kleinen Riss, der recht schnell größer wurde und als die Frau ganz genau hinschaute, konnte sie schon die Beisswerkzeuge des Schmetterlings sehen. Die Frau beobachtete genau was passierte und das war gar nicht viel. Sie sah, dass der Schmetterling versuchte, sich durch dieses viel zu kleine Loch heraus zu zwängen. Zuerst war das Loch ja recht schnell größer geworden, doch jetzt passierte irgendwie nichts mehr. Der Schmetterling bemühte sich eine Stunde lang, dann noch eine Stunde und die Frau hatte sich auf die Wiese neben dem Baum gesetzt, entschlossen so lange zu warten, bis sie den Schmetterling endlich in seiner ganzen Pracht sehen würde. Dieser bemühte sich weiter und es dauerte noch einmal eine Stunde. Da bekam die Frau  Mitleid mit dem Schmetterling und sie wurde auch ein bisschen ungeduldig. Jetzt dauerte das aber echt schon sehr lange. Und der Schmetterling wirkte schon richtig erschöpft. Konnte er das alleine überhaupt schaffen? Die Frau dachte, nein, ich muss ihm helfen. Außerdem war sie neugierig und fragte sich: „Wie sah der Schmetterling wohl aus? Welche Farbe würde er haben und wie würde sein erster Flügelschlag aussehen? Es würde schon bald dunkel werden… Die Frau wollte dem Schmetterling so gerne helfen, ihn unterstützen bei seiner großen und schwierigen Aufgabe aus dem Kokon zu kommen. Doch wie? Sie hatte ein kleines Taschenmesser dabei. Wenn sie mit diesem Messer vorsichtig das Loch vergrößern würde, würde der Schmetterling ganz leicht rauskommen können. Gesagt, getan. Ganz vorsichtig setzte sie das Messer an und machte einen kleinen Schnitt, um den Schmetterling nicht zu verletzen. Nun war die Öffnung doppelt so groß und die Frau freute sich gleich einen ganz neugeborenen Schmetterling zu sehen und seine farbenfrohen Flügel und seinen ersten Flug zu beobachten. Doch was war da los? Der Schmetterling, den sie zu sehen bekam hatte ganz verkrüppelte Flügel und konnte gar nicht fliegen. Die Frau war verwirrt. Doch sie konnte nichts für den Schmetterling tun. Es gibt ja kein Schmetterlingkrankenhaus, wo sie ihn hätte hinbringen können. Eine Freundin von ihr war Biologin und kannte sich gut mit Schmetterlingen aus. Die Frau fragte sie und die Biologin erklärte ihrer Freundin folgendes: Ein Schmetterling muss aus eigener Kraft durch ein kleines Loch im Kokon in sein neues Leben schlüpfen. Denn durch das Zusammenpressen der Flügel werden diese erst vollständig ausgebildet. Dadurch ,dass die Frau dem Schmetterling geholfen hat und sie meinte es ja nur gut, verhinderte sie, dass er ein starker, kräftiger Schmetterling werden konnte. Durch diese anstrengende Arbeit wäre der Schmetterling in die Lage versetzt worden zu fliegen. Leider kann er das nun nicht mehr nachholen. Die selbständige Anstrengung des Schmetterlings alleine aus dem Kokon zu kommen, lassen seine Flügel sich entfalten. Nun kann er fliegen, ist wunderschön, kann Nektar saugen und selbst für sich sorgen. Und so ist es auch mit den Kindern. Wir dürfen ihnen nicht die Steine aus dem Weg räumen, sondern ihnen vertrauen und an sie glauben und ihnen Zeit geben, damit sie aus eigener Kraft ihre Entwicklungsaufgaben bewältigen können. Dann entwickeln sie starke und tragfähige Flügel und können aus eigener Kraft durch ihr Leben fliegen.
05.01.2021 08:00
Folgende Fragen stellen sich Christine und Sandra im Gespräch: - Wo sind die Schulleiter*innen, die ihren Job so richtig gerne machen und warum scheinen sie nicht in Niedersachsen zu sein? - Wie behält man als Schulleiterin die Motivation und die Freude? - Welches Geheimrezept hilft, um zu lernen was man noch nicht kann, wenn man neu im Schulleiter-Job ist? ... Hör rein...
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